Ein Küchentisch bei Nacht. Auf dem Tisch der aufgefaltete Brief der Behörde, eine Hand liegt darauf, daneben ein leuchtendes Telefon und eine Tasse.
Häufige Fragen

Was Berater uns zuerst fragen.

24 Fragen mit klaren Antworten: acht zu AnimaMPU und 16 zur MPU-Beratung selbst, jede mit Fundstelle im dazugehörigen Beitrag.

Zu AnimaMPU

Zuerst zu AnimaMPU selbst.

Preis, Testzugang, Serverort, Rechtslage, Umzug, Domain. Diese Fragen kommen in jedem Gespräch.

Preis

Was kostet AnimaMPU im Monat?

Den Preis nennen wir im Gespräch und nicht auf der Seite. Was AnimaMPU kostet, hängt davon ab, wie viele Mandanten Sie führen und was Sie davon selbst machen wollen. Die ersten hundert Beratungen, die mit AnimaMPU arbeiten, bekommen einen günstigeren Preis. Anzeigen sind in keiner Stufe enthalten: Wer sie schalten möchte, hakt sie dazu an und zahlt sein Werbegeld direkt an die Plattform.

Testen

Kann ich AnimaMPU vorher testen?

Ja. Sie testen 14 Tage die volle Stufe, sobald wir öffnen. Eine Kreditkarte brauchen Sie dafür nicht. Ein dauerhaft kostenloses Konto gibt es nicht. In den Akten stehen Gesundheitsdaten. Auch ein Konto, das nie bezahlt wird, müssen wir sichern und am Ende löschen.

Serverort

Wo liegen die Daten meiner Mandanten?

Datenbank und Server stehen in Frankfurt am Main. Die Daten liegen dort und werden auch dort verarbeitet. Die Region steht fest im System und wird bei jedem neuen Stand mitgeprüft. Wenn wir je umziehen, sehen Sie das.

Rechtslage

Darf ich MPU-Akten überhaupt in einer Software führen?

Ja, wenn die Software dafür gebaut ist. In einer MPU-Akte stehen Gesundheitsdaten nach Artikel 9 DSGVO und Angaben über Ordnungswidrigkeiten nach Artikel 10. Bei AnimaMPU sind die Betriebe in der Datenbank selbst voneinander getrennt, kein anderer Betrieb kommt an Ihre Akten. Jeder Blick in eine Akte wird protokolliert, und gelöscht wird nach der Frist, die Sie setzen. Den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 bekommen Sie mit dem Zugang.

Umzug

Kann ich meine bisherigen Fälle mitnehmen?

Ja. Wir übernehmen Ihre laufenden Fälle, und das gehört bei allen drei Stufen zur Einrichtung. Extra kostet es nichts. Wir legen Ihren Betrieb an und bilden Ihre Abläufe mit Ihren eigenen Worten ab. Dann übertragen wir die offenen Akten.

Domain

Gehört mir meine Domain, wenn ich wieder gehe?

Ja. Wir melden die Domain auf Ihren Namen an, im WHOIS-Eintrag stehen Sie als Inhaber. Wenn die Zusammenarbeit endet, bekommen Sie den AuthInfo-Code und nehmen die Domain mit. Das gilt auch für die Texte und Bilder Ihrer Website.

Abgrenzung

Was ist der Unterschied zwischen AnimaMPU und einem normalen CRM?

Ein normales CRM kennt Kontakte und Aufgaben, AnimaMPU kennt den Ablauf einer MPU. Es warnt Sie, bevor eine Abstinenzfrist eng wird. Ihr Mandant unterschreibt alle Formulare auf einmal statt jedes einzeln und trägt sich selbst ein. Die Akte wird gelöscht, sobald die Frist abgelaufen ist. Und wir sorgen dafür, dass sich überhaupt jemand bei Ihnen meldet.

Mandanten

Bekommen meine Mandanten Zugriff auf das System?

Ja, aber nur auf die eigene Akte, und auch das nur, wenn Sie den Zugang freigeben. Ihr Mandant bekommt einen persönlichen Link, trägt sich damit selbst ein und lädt seine Unterlagen hoch. Ein Konto braucht er dafür nicht. Von anderen Akten sieht er nichts.

Rund um die MPU-Beratung

Und zur Beratung, die Sie führen.

Jede Antwort ist die Kurzfassung eines Beitrags, in dem die Fundstellen mit Abrufdatum stehen. Das ist eine Auskunft und keine Beratung im Einzelfall.

Bevor die Anfrage kommt

FORMULAR

Was steht in meinem Kontaktformular, bevor ich den Menschen kenne?

Wer in ein Anfrageformular schreibt, warum ihm die Fahrerlaubnis entzogen wurde, hinterlässt darin Gesundheitsdaten im Sinne von Artikel 9 Absatz 1 DSGVO. Deren Verarbeitung ist dort untersagt, solange kein Erlaubnisfall aus Absatz 2 greift.

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RECHNUNG

Lohnen sich Anzeigen für meine Beratung überhaupt?

Was eine Anfrage kosten darf, ergibt sich aus zwei Zahlen, die nur Sie kennen. Die eine ist der Betrag, der Ihnen von einem Mandat nach Abzug Ihrer Kosten bleibt, die andere der Anteil der Anfragen, aus denen ein Mandat wird.

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BEWERTUNG

Darf ich meine Mandanten um eine Google-Bewertung bitten?

Wer Verbraucherbewertungen auf seiner Website zugänglich macht, muss nach § 5b Absatz 3 UWG darüber informieren, ob und wie er sicherstellt, dass sie von echten Kunden stammen. Verlangt ist eine Auskunft und keine Prüfung.

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Die Akte anlegen

AKTE

Welche Pflichten habe ich, wenn ich eine MPU-Akte führe?

Eine MPU-Akte enthält Gesundheitsdaten nach Artikel 9 DSGVO und Angaben über Straftaten nach Artikel 10 DSGVO. Ob zusätzlich die Schweigepflicht aus § 203 Absatz 1 Nummer 2 StGB greift, hängt am Berufsbild dessen, der die Akte führt.

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VOLLMACHT

Welche Unterlagen muss ich selbst beschaffen, weil sie sonst nie kommen?

Ohne den Bescheid der Fahrerlaubnisbehörde steht die Fragestellung der Begutachtung nicht fest, denn § 11 Absatz 6 Satz 1 FeV legt sie der Behörde in die Hand. Ohne die Fragestellung ist jede Vorbereitung ein Raten.

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HANDWERK

Arbeite ich noch nach der aktuellen Auflage der Beurteilungskriterien?

Die fünfte Auflage der Beurteilungskriterien ist Anfang März 2026 erschienen, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin. Die Umsetzung sollte nach ihrer Mitteilung spätestens Ende August 2026 erfolgt sein.

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Fristen und Abschluss

ANTRITT

Der Nachweis liegt vor. Was muss ich jetzt noch überwachen?

Nach einem abgeschlossenen Abstinenznachweis laufen in einer MPU-Akte weitere Fristen. Die wichtigste setzt die Fahrerlaubnisbehörde nach § 11 Absatz 6 Satz 2 FeV im Einzelfall selbst fest, und die Verordnung nennt dafür keine Zahl.

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ERINNERN

Wie oft erinnere ich, ohne dass es niemand mehr liest?

Eine Erinnerung, die jeden Tag erscheint, wird nach zwei Wochen weggeklickt. Weggeklickt wird dann auch die eine, auf die es angekommen wäre.

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AUFBEWAHREN

Wie lange darf eine abgeschlossene Mandantenakte bei mir liegen bleiben?

Für die Beratungsakte selbst nennt die Datenschutz-Grundverordnung keine Frist zum Abschreiben. Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe e DSGVO verlangt stattdessen, dass der Verantwortliche die Dauer selbst festlegt und sie begründen kann.

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AUSKUNFT

Ein Mandant verlangt Auskunft über seine Akte. Was jetzt?

Auf ein Auskunftsverlangen nach Artikel 15 DSGVO antwortet der Berater als Verantwortlicher für die Daten seiner Mandanten. Nach Artikel 12 Absatz 3 DSGVO geschieht das unverzüglich, in jedem Fall innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags.

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Der Betrieb

PFLICHT

Brauche ich als MPU-Beratung einen Datenschutzbeauftragten?

Die Pflicht zum Datenschutzbeauftragten hängt nicht allein an den zwanzig Personen aus § 38 Absatz 1 Satz 1 BDSG. Satz 2 derselben Vorschrift knüpft sie unabhängig von der Personenzahl an eine Verarbeitung, die einer Datenschutz-Folgenabschätzung nach Artikel 35 DSGVO unterliegt.

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ZULIEFERER

Reicht ein AVV, wenn mein Softwareanbieter an Mandantendaten kommt?

Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO und die Verpflichtung einer mitwirkenden Person zur Geheimhaltung nach § 203 Absatz 4 StGB sind zwei verschiedene Papiere. Für das zweite muss der Berater selbst Sorge tragen.

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Das Portfolio erweitern

KURSE

Was verlangt eine Behörde von mir, bevor sie mich als Träger anerkennt?

Anerkannt wird nach § 70 der Fahrerlaubnis-Verordnung nicht der einzelne Kurs, sondern der Träger mit seinen Stellen, seinen Kursen und seinen Kursleitern. Zuständig ist die nach Landesrecht zuständige Behörde, und die Anerkennung ist auf längstens zehn Jahre zu befristen.

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ANERKENNUNG

Bin ich als MPU-Berater für die Beratung nach § 71 FeV schon anerkannt?

Die amtliche Anerkennung für die verkehrspsychologische Beratung nach § 71 FeV und die Seminarerlaubnis Verkehrspsychologie nach § 4a StVG sind zwei verschiedene Anerkennungen von zwei verschiedenen Stellen. Wer MPU-Vorbereitung anbietet, hat keine von beiden automatisch.

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TRAINING

Darf ich ein Anti-Aggressionstraining anbieten?

Im Fahrerlaubnisrecht ist ein Anti-Aggressionstraining nicht geregelt. Es ist kein Kurs nach § 70 FeV, es ersetzt keine Begutachtung, und eine bundesweit einheitliche amtliche Anerkennung dafür gibt es nicht.

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NETZWERK

Was mache ich, wenn ich die verlangten Jahre nicht mehr nachholen will?

Eine Weitergabe an einen Kollegen ist ein Offenbaren im Sinne des § 203 StGB und setzt in aller Regel die Einwilligung des Mandanten voraus. Wer Kurse oder Seminare nicht selbst anbieten will, kann sie einem anerkannten Träger überlassen, muss dafür aber vorher fragen.

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Eine Frage, die hier fehlt? Schreiben Sie sie in die Vormerkung, wir nehmen sie auf. Alle Beiträge stehen im Wissensbereich.